Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen. Wir bei gracher blicken voller Zufriedenheit und auch Dankbarkeit auf ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr zurück. Auch in unserem Jubiläumsjahr haben wir wiederum neue Kunden gewonnen, vertrauensvoll mit bestehenden Kunden zusammengearbeitet, hochmotivierte Mitarbeiter neu an Bord genommen und trotz mancher Anstrengung stets viel Freude an der Arbeit gehabt. Vieles ist uns gelungen. Dafür sind wir dankbar – unseren Kolleginnen und Kollegen, unseren Netzwerkpartnern und ganz besonders Ihnen. Wir wissen aber auch, dass es längst nicht jedem Unternehmen im Jahr 2025 gut ergangen ist. Die Hoffnung auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung, die im Frühjahr dieses Jahres keimte, hat sich in der Breite leider nicht erfüllt. Auch wenn es vielleicht unangenehm erscheint, ist Kommunikation in der Krise besonders wichtig und wertvoll (siehe unser Aufmachertext zu „Finanzkommunikation in Krisenzeiten“). Die Weihnachtszeit gilt aus gutem Grund als Zeit der Hoffnung und Zuversicht: Frieden, Versöhnung und ein neuer Anfang sind möglich. Möge 2026 ein friedliches und für Sie alle auch ein erfolgreiches Jahr werden. Wir freuen uns, nächstes Jahr wieder mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Herzlichst,
Alfons-Maria Gracher, Carl E. Hoestermann und Jörg Bosch
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Finanzkommunikation in Krisenzeiten
Wer in Krisenzeiten nicht frühzeitig und professionell mit seinen Finanzierern kommuniziert, riskiert das Vertrauen – auch von Warenkreditversicherern. Was WKV erwarten, erläutern Jörg Bosch und Rayk Bauer von gracher.
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Die nächste Disruption kann schneller kommen als gedacht, das haben die vergangenen Jahre eindrücklich gezeigt. Wen es trifft, ist dabei vorher meist schwer abzusehen. Doch niemand mag böse Überraschungen. Darum erwarten Investoren, Banker und auch Warenkreditversicherer, dass Unternehmen auf Eventualitäten vorbereitet sind, um im Krisenfall rasch reagieren zu können. Und sie erwarten, dass sie darüber informiert werden, wie stark ein Unternehmen von einer Krise betroffen ist und wie es reagiert. Noch ist diese kommunikative „Bringschuld“ bei vielen Mittelständlern und sogar Konzernen aber nicht selbstverständlich.
Was Finanzierer konkret erwarten
Zwar können Finanzierungspartner unterschiedliche, spezielle Informationsanforderungen haben. Doch grundsätzlich gibt es eine gemeinsame Erwartung der Finanzierer an Finanzkommunikation: Sie soll relevant, glaubwürdig und schnell sein. Das heißt im Einzelnen:
- Relevanz: Die aus Finanzierungssicht entscheidenden aktuellen oder sich abzeichnenden Herausforderungen und Krisen werden angesprochen. Was relevant ist, hängt dabei auch vom Unternehmen ab. Für Fertigungsunternehmen können Energiemanagement und Klimaschutzmaßnahmen dazugehören. Für internationale Lieferketten gehören regionale Risikoeinschätzungen und Zuliefer-Alternativen dazu. Hier sollte dargelegt werden, wie sehr eine aktuelle Krise das Unternehmen heute oder in Zukunft betreffen würde.
- Glaubwürdigkeit: Aktualität reicht nicht für Glaubwürdigkeit. Wichtig sind auch konkrete Angaben zum Auftragsbuch, der Banken- und Avalspiegel, die Planung fürs aktuelle und möglichst auch Folgejahr, die aktuelle BWA und eine Liquiditätsplanung für die kommenden mindestens vier Monate. Auch sollten realistische Gegenmaßnahmen im Krisenfall kommuniziert und keine neuralgischen Punkte ausgespart werden. Zudem sollten Verantwortliche und Ansprechpartner für den Fall von Problemen bei den Finanzierungspartnern klar kommuniziert sein. Eine Hotline-Telefonnummer genügt nicht.
- Geschwindigkeit: Keine Kommunikation hingegen führt leicht zu Spekulationen beim Finanzierer. Diese fallen selten im Sinne des Unternehmens aus. Darum darf im Krisenfall nicht allein per Quartalsbericht kommuniziert werden. Selbst wenn manches noch unübersichtlich ist, stärkt auch diese Information das Vertrauen. Echtzeitkommunikation zeigt außerdem, dass das Unternehmen Strukturen aufgebaut und sich damit bereits auf eine Krise vorbereitet hat. Das schafft Vertrauen, dass überall im Unternehmen in der Krise professionell agiert wird.
Die Kosten von (ausbleibender) Kommunikation
Professionelle Finanzkommunikation ist aufwendig, zeitlich wie personell. Doch der Verzicht darauf kann sehr teuer werden. Wenn die Finanzierer das Vertrauen verlieren, verlängern sie Linien nicht oder stoppen bzw. reduzieren bestehende Finanzierungen soweit rechtlich möglich. Bei neuen Finanzierungsanträgen steigt die Bearbeitungsdauer und/oder das Risiko einer Absage. Im Fall einer laufenden Restrukturierung dauert es deutlich länger, bis sich ein Finanzierungskonsortium konstituiert hat. Fallen etablierte Partner aus, kostet die Akquise von neuen Finanzierern für ein Finanzierungskonsortium oft viel Zeit. Das alles ist Zeit, die in einer besonders herausfordernden Phase fehlen kann.
Jetzt Finanzkommunikation optimieren
Darum sollten schon vor dem Beginn einer akuten Unternehmenskrise die Strukturen mit einer zeitgemäßen Finanzkommunikation aufgebaut werden. Dazu gehören digitale Kommunikationsstrukturen, auch regional, die in Echtzeit und „rückkanalfähig“ bespielt werden können. Der Rückkanal ist wichtig, um Falschinformationen schnell erkennen und korrigieren zu können.
Zudem sollten Verantwortliche und Ansprechpartner vorab definiert und nach innen wie nach außen eindeutig kommuniziert werden. Das reduziert den internen Abstimmungsaufwand. Zum Risikomanagement gehört ein regelmäßiges Monitoring von Finanz-, Reputations- und operativen Risiken.
Übrigens: Professionelle Finanzkommunikation hilft dem Unternehmen bereits vor einer akuten Krise. Wenn Unternehmen Risiken transparent aufzeigen und darauf Antworten entwickeln, bauen sie Vertrauen bei ihren Finanzierungspartnern auf. Wer jetzt die Finanzkommunikation verbessert, managt seine Risiken frühzeitig und sichert die eigene Finanzierung.
Sprechen Sie jetzt mit uns darüber, wie Sie Ihre Risiken optimal managen und Ihre Kommunikation professionalisieren können. Denn wir bei gracher wissen: Wer zum ersten Mal eine Krise bewältigen muss, braucht mehr als nur gute Instinkte. Darum begleiten wir Sie mit unserer Erfahrung durch diese Zeit. Nutzen Sie die gracher-Expertise - beispielsweise zu den Anforderungen und Erwartungen der Warenkreditversicherer - und unser umfassendes Netzwerk, gerade auch in herausfordernden Zeiten. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Jörg Bosch ist Geschäftsführer bei gracher. Zuvor war er u.a. lange bei Allianz Trade/Euler Hermes tätig, zuletzt als Head of Territory Süd. Rayk Bauer ist Syndikusanwalt bei gracher und war zuvor als Anwalt u.a. für die Zurich Insurance Europe AG tätig.
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Was könnten sich CFOs in der Kommunikation mit ihren Warenkreditversicherern von der Champions League der Finanzkommunikation abschauen, der Kapitalmarktkommunikation? Das diskutieren Jörg Bosch (gracher) und Thomas Katzensteiner (Charles Barker Corporate Communications) in dieser Episode des Podcasts "What's up, Corporate Finance?".
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Während Schäden für Unternehmen durch Insolvenzen ihrer Kunden und Lieferanten wachsen, sinkt das Volumen ausstehender Warenkreditversicherungen seit Jahren. Wie viel Risiko steckt in diesem Trend? Unser Kollege Viktor Margaritopoulos im Interview von FINANCE-TV.
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Wenn die Warenkreditversicherer vor den Risiken der Windbranche zurückschrecken, braucht es einen ganz neuen Lösungsansatz. Der Stahlturmhersteller KGW hat ihn gefunden, schreiben Daniel Hoffmann (KGW) und Viktor Margaritopoulos (gracher) in FINANCE.
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Prämien stagnieren, während die Zeichnungsbereitschaft leicht zunimmt – so lautet das Ergebnis des aktuellen gracher-Barometers.
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Zinsen, Unsicherheit, Krise – die Herausforderungen für Unternehmen und ihre Finanzierer bleiben. Wie gehen Firmen damit um? Rayk Bauer (Syndikusrechtsanwalt bei gracher) spricht darüber in dieser Episode des Podcasts „What’s up, Corporate Finance?“.
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Der aktuelle gracher Kautionspreisindex zeigt: Trotz gesunkener Ratinganforderungen gibt es nur eine leichte Preiserhöhung.
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Versicherer haben ihren Anteil am Kautionsgeschäft in Deutschland deutlich gesteigert, während Banken an Bedeutung verlieren. Was das für CFOs und Treasurer bedeutet, erläutert unser Geschäftsführer Alfons-Maria Gracher in dieser FINANCE TV Episode.
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Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG Bahnhofstraße 30–32 | 54292 Trier | DeutschlandTelefon: +49 651 981 27 0E-Mail: info@gracher.deInternet: Zur HomepageVertreter: Die Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG wird vertreten durch die Gracher Surety GmbH, Trier. Die Geschäftsführer beider Gesellschaften sind Alfons-Maria Gracher, Jörg Bosch, Markus Czech und Carl E. Hoestermann.
Handelsregister: Registergericht Wittlich HRA 40131
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 251789308
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