Liebe Leserinnen und Leser, eigentlich wollten wir an dieser Stelle Aufbruchstimmung verbreiten. Der Irankonflikt hat jedoch manchen Grund für mehr Zuversicht derzeit genommen: Die Energiepreise sind deutlich gestiegen, die Sorge vor einer Rückkehr höherer Inflationsraten ist zurück. Und dennoch – ohne die Herausforderungen kleinreden zu wollen – bleiben wir vorsichtig optimistisch. Denn nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen und Deutschland ist heute besser auf eine Energie-Disruption vorbereitet als vor vier Jahren. In unserem Aufmachertext beleuchten wir die möglichen Folgen auf Deutschlands Wirtschaft anhand von drei realistischen Szenarien, wie sich der Krieg in Nahost weiter entwickeln könnte. Dabei haben wir auch konkrete Ratschläge erarbeitet, wie Unternehmen jetzt ihre Finanzierung stärken sollten. Sprechen Sie uns gerne an, wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Finanzierung besser aufstellen zu können. Vertrauen Sie uns, so wie es auch 2025 sehr viele Kunden getan haben: gracher liegt weiterhin bei über 50 Prozent Marktanteil beim Neugeschäft von Kautionsversicherungen. Wir konnten uns daher über ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr freuen. Unsere Kombination von Spezialisierung mit Erfahrung und Vernetzung bei gleichzeitiger Digitalisierung von Prozessen bringt uns auf die Poleposition in einem wachsenden Markt. Denn die Nachfrage nach Kautionsversicherungen und nach einer stimmigen Finanzierungsstrategie nimmt weiter zu. Wer nicht nur Stürme überstehen, sondern zugleich wachsen möchte, der weiß: Die richtige Finanzierung ist Voraussetzung für heutige und künftige Erfolge. Wir freuen uns, auch Ihr Unternehmen 2026 dabei zu unterstützen. Herzlichst,
Alfons-Maria Gracher und Jörg Bosch
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Die Iran-Frage
2026 ist nicht 2022. Doch Unternehmen sollten sich vorbereiten, damit sie steigende Energiepreise und Lieferkettenprobleme nicht überfordern. Wir skizzieren drei Iran-Szenarien, welche Folgen sie hätten und wie Unternehmen vorsorgen sollten.
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Der zarte Keim des Wirtschaftswachstums, der in diesem Jahr das Ende des anhaltenden Nullwachstums einläuten sollte – er scheint schon wieder erstickt zu sein. Der Krieg im Iran und den Golf-Anrainerstaaten, die Blockade der Straße von Hormuz und Angriffe auf Öl- und Gasförderung treiben die Preise fossiler Energieträger in die Höhe und gefährden Lieferketten. Die Erinnerung an das Frühjahr 2022 ist wieder sehr präsent, als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Energieversorgung ungewiss war und die Inflation in beinahe vergessenem Ausmaß anstieg. Doch 2026 ist nicht 2022. Deutschland bezieht nur 2 Millionen Tonnen Flüssiggas aus Katar, mit dem 3-3,7 Prozent des Gasbedarfs gedeckt werden. Anfang 2022 waren noch 55 Prozent des Gases aus Russland gekommen. Unternehmen und Bürger müssen nicht fürchten, dass Gas und Öl nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Zugleich ist Deutschlands Energieversorgung deutlich weniger abhängig von fossilen Energieträgern; der Anteil erneuerbarer Energien lag im vergangenen Jahr bei der Stromerzeugung bei 60 Prozent. Und auch die EZB ist in einer anderen Lage. Wenig deutet auf eine deutliche Leitzinserhöhung und damit Verteuerung der Finanzierungskosten hin.
Drei Szenarien
Dennoch wird der Iran-Krieg nicht ohne Folgen für die deutsche (und globale) Wirtschaft sein. Wer wie stark betroffen sein wird, hängt erheblich von der weiteren Entwicklung in der Region ab. Die Nachrichtenlage ändert sich beinahe täglich, entsprechend volatil reagieren die Öl- und Gaspreise. Wenn Sie diese Überlegungen lesen, wird sich die Situation (aktuell: Gerüchte, dass Iran die Straße von Hormuz vermint) wahrscheinlich wieder geändert haben. Darum ein Blick auf drei Szenarien, die aktuell diskutiert werden:
- Szenario 1: Eingrenzung – Konflikt unter Kontrolle
Die militärischen Möglichkeiten des Irans sind schnell erschöpft, es gibt ein Einfrieren des Konflikts, die Straße von Hormuz wird durch US-Marinepräsenz abgesichert und damit innerhalb weniger Wochen wieder passierbar. Die Folgen für die deutsche Wirtschaft bleiben gering, der Ölpreis normalisiert sich wieder.
- Szenario 2: Lieferstress – Anhaltende Störung der Transportwege
Mit Minen und anderen Mitteln wird die Straße von Hormuz länger blockiert. Zugleich nehmen die vom Iran unterstützten Houthis vom Jemen ihre Angriffe auf den Schiffsverkehr im Roten Meer wieder auf und erhöhen den Druck auf globale Lieferketten. Der Ölpreis bliebe mindestens auf dem aktuellen Niveau, die Wirtschaftswachstumsaussichten in Deutschland wären eingetrübt.
- Szenario 3: Ausweitung – die Produktion ist nachhaltig gestört
Der Konflikt weitet sich zu einem Mehrfrontenkrieg aus, der die Produktions- und Transportinfrastruktur nachhaltig trifft. Es gibt wenig Aussicht auf eine rasche Beilegung des Konflikts. In diesem Fall würde der Ölpreis weiter ansteigen, das BIP-Wachstum deutlich sinken und die Inflation steigen, erwartet das Bankhaus Metzler.
Noch herrscht die Hoffnung, dass es bei Szenario 1 bleibt, doch viele Beobachter zweifeln daran. Deutschlands Wirtschaft ist – in Teilen – immer noch sehr anfällig für Öl- und Gaspreissteigerungen. Zwar gibt es keine Sorge mehr, dass Gas oder Öl fehlt, die Marktpreise steigen dennoch. Und das belastet besonders Chemie, Stahl und Aluminium. Die Chemie kann nicht auf Erdölprodukte verzichten, die energieintensive Stahlindustrie leidet bereits unter den hohen Energiepreisen. Aluminium ist laut ifo Institut eines der Produkte, das besonders stark unter einer Hormuz-Blockade leidet. Europa bezog bislang aus der Golfregion rund 20 Prozent des unlegierten Aluminiums. In der Breite treffen die anstehenden Verteuerungen dieser Produkte auch andere Branchen, beispielsweise Maschinenbau. Auch Transport- und Logistikkosten werden zunehmen. Zum einen, weil die Kraftstoffpreise steigen, zum anderen, weil Kapazitäten wegfallen und Schiffe deutlich weitere Routen fahren müssen, sollte es zu Szenario 2 kommen. Damit steigt in der Breite der Inflationsdruck. Verzögert leiden könnte die Nahrungsmittelproduktion, weil wichtige Düngemittel nicht geliefert werden können. Davon könnte ein weiterer Inflationsimpuls ausgehen.Diese Analyse sollte nicht überdecken, dass es in Deutschland weitaus mehr Branchen gibt, die gar nicht oder nur indirekt von der Lage in Nahost betroffen sind. Seit Jahrzehnten wächst der Dienstleistungssektor, erneuerbare Energien dürften einen weiteren Nachfrageschub erhalten. Auch das Thema Defense, auf das sich zunehmend krisengeplagte Unternehmen beispielsweise aus dem Automobilzulieferbereich fokussieren, wird weiter gefragt sein. Die Baubranche dürfte sich – nicht zuletzt dank des Sondervermögens Infrastruktur – ebenfalls positiv entwickeln. Die Auswirkungen eines anhaltenden Konflikts, der die Straße von Hormuz blockiert, werden die Branchen sehr unterschiedlich schwer treffen. Tendenziell wird es Segmente treffen, die bereits heute unter hohen Energiekosten leiden.Was Unternehmen tun können Unsicherheit und externe Schocks sind deutschen Unternehmen mindestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht neu; und viele Firmen haben sich darauf eingestellt. Resilienz wurde gegenüber Effizienz priorisiert. Systeme sind inzwischen eher redundant ausgelegt, Beschaffung wurde stärker regionalisiert – auch wenn das Investitionen erforderte und Margen drückt. Für manches Unternehmen, das durch die vorherigen Krisen bereits stark geschwächt ist, kann es dennoch ein Schock zu viel werden. Für alle Unternehmen gilt: Sie sollten prüfen, wo es Möglichkeiten zur Energieeinsparung oder zu alternativen Lieferwegen gibt. Auch Hedging-Strategien zur Preisabsicherung und Flexibilisierung der eigenen Produktionskapazitäten sollten jetzt erarbeitet werden. Wichtig ist ebenso eine frühzeitige Kommunikation mit Finanzierungspartnern und anderen wichtigen Stakeholdern, wenn deutliche Auswirkungen aus dem Iran-Konflikt zu erwarten sind. Vor allem sollte auch das Thema Liquidität überprüft werden: Welche Belastungen sind zu erwarten und wie können Ausfälle (Stichwort Kreditversicherung) abgesichert und neue Liquiditätsquellen (Stichworte: alternative Finanzierungsinstrumente und Kautionsversicherung) erschlossen werden? Eine Überlegung dabei: Politische Unterstützung kann kommen, aber wie schnell und in welchem Umfang ist ungewiss. Daher sollte sich darauf niemand verlassen.Noch ein Hinweis: Wir sehen immer wieder, dass Banken ihre KK-Linien zur Disposition stellen. Auch wenn die Avalgeber bislang stabil sind, kann es beispielsweise in ausgesuchten Branchen passieren, dass auch diese Linien gekürzt werden. Das kann, wie wir gerade bei einem Kunden sehen, selbst ausgesprochen profitable Unternehmen treffen, wenn sie in der „falschen“ Branche sind. Unternehmen sollten daher prüfen, welche Folgen eine gleichzeitige Kündigung von KK- und Avallinien für sie hätte – und ob sie sich besser mit einer Konsortialstruktur absichern sollten. Wer sich gut aufstellt, kann die aktuelle Herausforderung vielleicht sogar nutzen, die eigene Marktposition und das Standing bei Kunden zu stärken. Asien ist beispielsweise aktuell deutlich exponierter als Europa, das seinen Energieschock schon 2022 erlebt hat. Und bei allen Risiken sollte auch nicht die Zuversicht verloren gehen: Deutschlands Wirtschaftswachstum ist in der letzten knappen Dekade hinter den Möglichkeiten zurückgeblieben – aber deutsche Unternehmen haben auch immer wieder gezeigt, dass sie mit Professionalität, einem hohen Qualitätsanspruch und Einfallsreichtum Krisen meistern können.
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Nach drei Jahren mit heftigen Rückgängen hat sich die Lage im deutschen Maschinenbau zuletzt stabilisiert. Und seit Jahresbeginn mehren sich die Signale, dass 2026 sogar eine faustdicke positive Überraschung bringen könnte: einen echten Turnaround dieser Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft.
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Wird es betriebswirtschaftlich schwierig, tauchen viele Unternehmen kommunikativ ab. Doch damit verspielen sie schnell Vertrauen bei Finanziers. Das kann sehr teuer werden – gerade in der Krise.
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Mehr als 50 Prozent Marktanteil beim Neugeschäft // Nachfrage nach Kautionsversicherungen weiter gewachsen // Alfons-Maria Gracher: „Wir bauen unsere Marktstärke weiter aus.“
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Trotz steigender Insolvenzen sind Kautionsversicherer weiter offen für Neugeschäft. Dies geht aus dem neuen Gracher Kautionspreisindex hervor.
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Carl E. Hoestermann übernimmt Vorsitz des gracher-Verwaltungsrates: Verwaltungsrat begleitet strategische Weiterentwicklung von gracher // Jörg Bosch übernimmt weitere Geschäftsführungsaufgaben // Gründer Alfons-Maria Gracher: „Freue mich sehr, dass Carl E. Hoestermann uns sein einmaliges Know-how weiter zur Verfügung stellt.“

Die Gracher-Fahrzeugflotte ist vollelektrisch. Bei Gracher haben wir uns bewusst für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilität entschieden: Unsere gesamte Fahrzeugflotte fährt zu 100 % elektrisch. Damit setzen wir ein klares Zeichen für Umweltbewusstsein und Innovation in unserem Unternehmen.

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Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG Bahnhofstraße 30–32 | 54292 Trier | DeutschlandTelefon: +49 651 981 27 0E-Mail: info@gracher.deInternet: Zur HomepageVertreter: Die Gracher Kredit- und Kautionsmakler GmbH & Co. KG wird vertreten durch die Gracher Surety GmbH, Trier. Die Geschäftsführer beider Gesellschaften sind Alfons-Maria Gracher, Jörg Bosch und Markus Czech.
Handelsregister: Registergericht Wittlich HRA 40131
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 251789308
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